Der 5. Dezember wurde im Jahr 2002 von der Internationalen Bodenkundlichen Union zum Weltbodentag (World Soil Day) ernannt. Damit soll jährlich ein Zeichen für die Bedeutung der Ressource Boden gesetzt werden und für deren Schutz geworben werden.

In Deutschland wird am Weltbodentag (auch „Internationaler Tag des Bodens“) seit dem Jahr 2005 der „Boden des Jahres“ vorgestellt. Die Auswahl trifft das „Kuratorium des Bodens des Jahres“. Boden des Jahres 2019 ist der „Kippenboden“, welcher vor allem infolge des Braunkohletagebaus entsteht. Der Kippenboden tritt daher in den Braunkohlerevieren der Kölner Bucht, dem Mitteldeutschen Braunkohlerevier bei Leipzig-Halle und im Lausitzer Braunkohlerevier auf. Die Rekultivierung von Kippenböden stellt eine große Herausforderung für die Landwirtschaft dar. Kippenböden entstehen aus künstlich umgelagerten Sedimenten, den sogenannten Kippsubstraten. Die Böden weisen daher andere Merkmale als natürliche Böden auf. Um eine landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen ist meist eine Aufkalkung und Durchlüftung erforderlich und der Aufbau von Humus steht bei der Bewirtschaftung im Vordergrund.

P.21 Peres MAIS   Kippenboden Titelfoto
Foto: Ralf Sinapius, Büro für Bodenkunde, Voigtsdorf

Der Kippenboden folgt als Boden des Jahres 2019 auf den Alpinen Felshumusboden (2018), den Gartenboden (2017) sowie den Grundwasserboden (2016).

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