Stellvertretender Direktor in Ruhestand verabschiedet

„Sie haben sich 35 Jahre lang an der LUFA Speyer hochkompetent, mit großem Engagement und viel Sachverstand eingebracht und wertvolle Arbeit geleistet“, sagte Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder bei der Verabschiedung von Dr. Kurt Seibert in den Ruhestand. Die Pfalz-Kiste, die er mitgebracht hatte, „soll helfen, den Weg in den neuen Lebensabschnitt zu bewältigen“. Zuletzt war der Agrarwissenschaftler stellvertretender wissenschaftlicher Direktor an der Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt. In Grußworten hoben Gisela Horix vom rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium, Helmut Ziss vom Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz und Markus Glaser vom Maschinenring Südpfalz Seiberts umfassendes Wissen und jahrzehntelange Erfahrung hervor. LUFA-Direktor Prof. Dr. Franz Wiesler würdigte Seiberts Wirken mit einem Vortrag zum Thema „Die Bodenuntersuchung – Voraussetzung für eine nachhaltige Pflanzenproduktion“. Zum Abschluss betonte er, dass er Seiberts Rat „immer sehr geschätzt“ habe. Dieser habe sich auch nie gescheut, die LUFA in Gremien, auf Tagungen und anderen Veranstaltungen zu vertreten.

bild fuer web

Dr. Kurt Seibert wurde 1953 in Horperath in der Vulkaneifel geboren. Nach dem Abitur 1973 in Bingen studierte er Agrarwissenschaften in Bonn, wo er 1978 sein Diplom machte. Anschließend war er wissenschaftliche Hilfskraft und Doktorand und 1981/82 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Projektträgerschaft für Umweltchemikalien am Institut für Radioagronomie an der Kernforschungsanlage in Jülich. 1982 erfolgte seine Promotion. Nachdem er einige Monate im Referat Bodenschätzung und landwirtschaftliche Bewertung der Oberfinanzdirektion in Koblenz beschäftigt war, wechselte er 1983 als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur LUFA in Speyer und wurde 1987 ins Beamtenverhältnis übernommen. In den 1980er Jahren war er auch als Personalratsvorsitzender im Einsatz. 2013 wurde er zum stellvertretenden wissenschaftlichen Direktor ernannt. Seibert ist Leiter der Abteilung „Pflanzengut, Saatgut, Pflanzenernährung“ und zuständig für Düngeberatungen im Zuge der landwirtschaftlichen Bodenuntersuchungen, die unter anderem Nährstoffgehalt und PH-Wert von Böden ermitteln. Darüber hinaus ist er für die Feststellung von Radioaktivität in der Umwelt im Umkreis der Kernkraftwerke Philippsburg, Biblis, Mülheim-Kärlich und Cattenom zuständig und führt Saatgutuntersuchungen sowie Getreide- und Rapsanalysen im Rahmen der Ernteermittlung für das Statische Landesamt durch, um frühzeitig zu erkennen, wie hoch die jeweilige Ernte in einem Jahr ist. Dabei werden bestimmte Qualitätsmerkmale überprüft, wie Unkrautbesatz, Auswuchs, Feuchte, Rohprotein bei Braugerste und Ölgehalt bei Raps. Schließlich stellt er Böden für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln bereit. Seibert lebt in Weingarten im Landkreis Germersheim.

 Er sei sehr gerne Mitarbeiter des Bezirksverbands Pfalz gewesen, sagte Seibert. Die Vielfallt der anderen Einrichtungen habe er immer sehr genossen. Es war ihm auch ein Anliegen, „vertrauensvollen Kontakt zu den staatlichen Stellen zu pflegen“. Langweilig dürfte es ihm künftig nicht werden, denn er erwähnte, dass er sich nun verstärkt seinem Gewächshaus, seinem Obstgrundstück, der Jagd und ehrenamtlich dem Naturschutz widmen wolle. Auch erhebt er schon seit 44 Jahren Daten für den Wetterdienst, was er weiterhin tun will. Seine Nachfolge als stellvertretender Direktor wird Dr. Dieter Martens antreten, der der Abteilung „Umweltanalytik und Produktqualität“ vorsteht; das Referat „Bodenuntersuchung, Düngeberatung, Saatgut und Radioagronomie“ wird künftig Max Prigge leiten.

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